Rebsorte mit weißer Beere von ungewisser Herkunft: wenn wir den Leuten aus Villafranca Glauben schenken wollen, stammt die Rebsorte aus dem Gebiet um Triest, wahrscheinlich hat sie den Namen von der Gemeinde Prosecco bekommen, wo sie unter dem Namen Glera bekannt war und wohin sie aus der Provinz Treviso gekommen ist. Tatsächlich schrieb dieser Autor, im Jahr 1773, in seinem Essay “Enologia Toscana o sia memorie sopra i vini ed in specie toscani"… "Von den Römern wurden unter den Italienischen der Wein Puccino, lateinisch Puxinum, heute Prosecco genannt unendlich geschätzt, der bis heute an den Hängen des Bergs Contuel oberhalb des Adriatischen Meers, wenige Meilen von Triest entfernt, geerntet wird.…"
Man erzählt sich, dass ihn sich die Kaiserin Livia Augusta in Amphoren aus Terrakotta vom Hafen Aquileia aus hat schicken lassen, und dass sie dank dessen Konsums das gesegnete Alter von 82 Jahren erreicht hat und ihn als Wein bezeichnete, der “zur medizinischen Anwendung am geeignetsten” ist.
Geschmacksnoten
Dem Auge präsentiert er sich in strohgelber Farbe voller hellgrünlicher Reflexe. Feine und anhaltende Perlage.
An der Nase nimmt man verführerische, wohlriechende Aromen nach Akazienblüten und Glyzinien, süßen Früchten wie Birnen, Aprikosen und Pfirsichen wahr: es bleiben extrem zarte und elegante Wahrnehmungen.
Im Mund entfaltet er einen umfangreichen Ausdruck würzigen Geschmacks, der nach und nach eine frische, lebendige, spritzige, wohlschmeckende Note mit einem aromatischen, mit dem Duft schlüssigen Abgang und harmonische Wahrnehmungen entwickelt.
Zusammenstellungen
Seine frische Weichheit macht ihn zu einem äußerst angenehmen Wein: er wurde auf der ganzen Welt als “Aperitif” schlechthin bekannt und man kann ihn zu “Appetizern” und „Fingerfood“ jeglicher Art kombinieren, aber man schätzt ihn auch zu ganzen Menüs.
Mit Vorspeisen (Fischtartar, Eiern und salzigen Torten, Schinken aus S. Daniele), mit ersten Gängen (Teigwaren mit weißem Fisch, Nudeln mit Gemüsesoßen, Suppen aus Wildkräutern), mit Hauptgerichten auf der Basis von Fisch (gedämpfte Krustentieren, roher Fisch, Meeresfrüchte, „Baccalà Mantecato“ Stockfischmus), aber auch mit frischem Käse der lokalen Alpwirtschaft. Ideal sowohl zu trockenen als auch zu cremigen Nachspeisen.

Er empfiehlt sich auch zu den wertvollsten Früchten des Gemüsegartens, wie dem Radicchio (Zichorie) aus Treviso, dessen bitterer Geschmack perfekt durch die weiche und fruchtige Note des Weins ausgeglichen wird. Er passt auch gut zu Spargel und Pilzen, insbesondere zu Steinpilzen.
Der anpassungsfähige Charakter dieses Weins lässt ihn auch perfekt zu ethnischen Gerichten kombinieren: von der thailändischen bis hin zur japanischen Küche, wie Sushi, Sashimi und zu allen „Fushion“-Rezepten.
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